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Neues Rathaus

Neues Rathaus im Stadtspiel München (Vorderseite) Bürgerstolz im Gewand mittelalterlicher Gotik.

Letztes Aufgebot der Monarchie – Kein Gebäude Münchens zeigt den Übergang von der Residenzstadt zur modernen Bürgerstadt besser als das Neue Rathaus. Bürgerstolz spricht schon aus dem neogotischen Stil des 1867 begonnenen Prachtbaus. In den Plastiken über dem Haupteingang ist die Botschaft noch deutlicher: Gewerbefleiß, Häuslichkeit, Wehrhaftigkeit und Mildtätigkeit haben München stark gemacht, nicht Fürstengunst. Deshalb erscheinen die Wittelsbacher auf dem Monumentalgemälde im Gemeindesaal von 1879 auch nur noch als blässliche Gestalten im Hintergrund, während sich die Bürgerschaft egalitär um die „Monachia“ schart. Der Protest des Hofes folgte prompt. Um Ausgleich bemüht, überließ man die Krönung der „Monachia“ auf dem Bild im Magistratssaal von 1887 dem Stadtverschönerer Ludwig I. und schmückte 1904 die Fassade mit allen 40 Wittelsbacher Landesherren. Ihnen voran reitet der damals amtierende Prinzregent Luitpold, der anders als sein Vorgänger, der Märchenkönig, recht beliebt war. Etwa zur gleichen Zeit entstanden in Berlin die „Puppenallee“ der Hohenzollern und in Dresden der „Fürstenzug“ der Wettiner. Doch auch diese letzten Aufgebote retteten die Monarchie nicht. Sie war am Ende.


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Monachia Märchenkönig 40 Wittelsbacher Landesherren

 

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