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Schillerhaus

Schillerhaus im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Sommerfrische als Auftakt einer literarischen Karriere

Freude. Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, heisere Schreie, Frauen einer Ohnmacht nahe. So schildert ein Augenzeuge die Wirkung von Schillers „Räubern“ 1782 auf das Mannheimer Publikum. Trotz dieses Erfolgs war der 25jährige Dramatiker 1785 hoch verschuldet und auf der Flucht vor seinen Gläubigern. Da luden ihn fremde Verehrer nach Leipzig ein und brachten ihn in einem Haus unter, in dem schon ein anderer Sommerfrischler wohnte. Gastgeber war Christian Gottfried Körner – er wurde Schillers lebenslanger Freund und Mäzen. Der Nachbar war Georg Joachim Göschen – er wurde Schillers Verleger. Beide halfen ihm aus der Geldnot. Schiller arbeitete am „Don Carlos“ und schrieb beglückt die „Ode an die Freude“. Dennoch gäbe es das Haus heute sicher nicht mehr, hätte es Robert Blum 1841 nicht wiederentdeckt. Er gründete einen Schiller-Verein und legte damit einen von vielen Samen für die Revolution, die ihn 1848 zum Märtyrer und Mythos machte. Zu den Exponaten des Museums gehört Schillers Weste. Mit dem Spottgedicht „Shakespeares Strümpfe“ aus Anlass des Erwerbs dieser Weste weckte der junge Fontane das Interesse eines Leipziger Verlegers und verschaffte sich so Zutritt zur literarischen Welt.


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Christian Gottfried Körner Mäzen Ode an die Freude Robert Blum Shakespeares Strümpfe Fontane

 

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