Dresden Berlin Hamburg München Frankfurt Köln Leipzig Düsseldorf Zur Startseite

Romanushaus

Romanushaus im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Ein Bürgermeister baut wie der Adel und macht Schule.

Verzockt. Nur widerstrebend wählten die Leipziger Ratsherren 1701 den 30jährigen Juristen F.C. Romanus zum neuen Bürgermeister. August der Starke hatte darauf bestanden. Er brauchte ständig Geld und Romanus beschaffte es. Davon profitierte auch Leipzig. Kurz nach seinem Amtsantritt ließ Romanus 700 „Rübsenöl-Lampen“ installieren – Leipzigs erste Straßenbeleuchtung. Außerdem baute er eine Kanalisation, pflasterte die Straßen und sorgte für die Armen. Doch sein Erfolg stieg ihm zu Kopf. Beim Bau seines Privatpalais übernahm er sich und begann im großen Stil Wechsel zu fälschen. Dem Schwert entging er nur, weil der Kurfürst keinen Prozess wollte, denn dort hätte man auch über ihn gerichtet. Romanus büßte auch ohne Urteil. Bis zu seinem Tod saß er auf der Festung Königstein – 41 Jahre Haft für vier Jahre Höhenflug. Mit dem Bau seines Hauses begann die Blüte des bürgerlichen Barocks. Jeder dritte Leipziger Neu- und Umbau orientierte sich künftig daran. Romanus´ Tochter wurde später als Dichterin bekannt. Sie lud hier 1723 in einen der ersten deutschen Salons ein, in dem auch Bach und Gellert verkehrten. 1792 wurde im zweiten Stock, im Café Richter, die erste deutsche Buchhändler-Börse gegründet.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Straßenbeleuchtung Kanalisation fälschen Buchhändler-Börse Gellert Barock

 

Tour: Händler, Shopper, Partygänger
(bitte auswählen)
Tour: Stasi, Sex und Schrebergarten
(bitte auswählen)
Tour: Jockeys, Künstler, Suppenesser
(bitte auswählen)
Tour: Feldherren, Autobauer, Wasserratten
(bitte auswählen)
Speichern Sie diese Seite bei einem der folgenden Link-Netzwerke: