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Wittelsbacher Brunnen

Wittelsbacher Brunnen im Stadtspiel München (Vorderseite) Heiteres Wasserspiel für einen tragischen Helden.

Kamikaze für die Wissenschaft – Münchens schönster Brunnen entstand 1895, nachdem auf Initiative Max von Pettenkofers ganz München an das neue Trinkwassernetz angeschlossen war. Der große Hygieniker war eine der tragischen Gestalten der Wissenschaft, die keine beweissichere Erklärung für ihre nachweisbar richtige Lösung fanden. Damit war Pettenkofer zwar praktisch erfolgreich, doch in seinem Selbstverständnis als Forscher gescheitert. Als dies offenbar wurde, verspotteten ihn Münchens Hausbesitzer schadenfroh als „Scheißhausapostel“, denn sie hatten den teuren Ausbau bezahlen müssen. Pettenkofer stürzte sich daraufhin in selbstmörderische Experimente, um seinen Ruf als Wissenschaftler wieder herzustellen. Und als das nicht gelang, brachte er sich um. Der Nachwelt war auch der Praktiker Pettenkofer ein Denkmal wert. Es steht hinter dem Brunnen am benachbarten Maximilansplatz gegenüber der Statue für seinen Lehrer Justus Liebig. Dessen Theorien gelten noch heute als richtig. Ihm verdankt die Menschheit den Kunstdünger als Mittel gegen den Hunger, aber auch das Backpulver und die Instant-Fleischbrühe. Den Extrakt für die leckeren Suppen gewann der Chemiker übrigens aus Gerberei-Abfällen.


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Tags

Pettenkofer Hygieniker Scheißhausapostel Justus Liebig Kunstdünger

 

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