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Siegestor

Siegestor im Stadtspiel München (Vorderseite) Kriegskunst auf Bayrisch ohne Sieger und Besiegte.

Kriegskunst – Seit jeher heirateten die Wittelsbacher lieber günstig, als sich auf Schlachtfeldern herum zu prügeln, denn das ging meistens schief. Deshalb hielt Ludwig I. sein Militär auch noch kürzer als es seine Vorfahren schon taten. Eine via triumphalis wie in Rom oder Paris wollte er aber trotzdem haben. Deshalb ließ er statt seines Heeres die Ludwigstraße aufrüsten, an das eine Ende die Feldherrenhalle und an das andere ein Siegestor bauen. Was das sollte, verstanden schon die Zeitgenossen nicht. Bayerns letzte Siege lagen weit zurück und für künftige war es nicht gerüstet. Dazu verbot der König die Darstellung der „verhassten Franzosen“ genauso wie die der eigenen Soldaten und bestand stattdessen auf allgemeinen römischen Szenen. Wer hier wen besiegte, blieb damit so offen, dass die Nachkommen mit dem Bau machen konnten, was sie wollten – allen voran die Nazis mit ihren Massenaufmärschen, aber auch die Nachkriegs-Münchner, die es einfach zum Friedenstor erklärten. Nur einmal, 1871, wurde hier wirklich ein Sieg gefeiert. Sonst war der Triumphbogen eher ein Ehrentor wie 1888 bei der Aufbahrung Kaiser Wilhelms I. oder 100 Jahre später bei der Trauerfeier für Franz-Joseph Strauß.


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