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Promenadeplatz

Promenadeplatz im Stadtspiel München (Vorderseite) Die Silouhette des toten Kurt Eisners im Pflaster.

Jüdischer Bolschwismus – Neben dem Hotel Bayerischer Hof erinnert eine Bodenplatte an das tödliche Attentat auf den ersten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner, der mit seinem Bekenntnis zur deutschen Kriegsschuld 1919 nicht nur die Rechte provoziert, sondern auch die eigenen Wähler vor den Kopf gestoßen hatte. Die Linke antwortete auf seinen Tod mit der Ausrufung der Räterepublik, die sich immer weiter radikalisierte, bis sie den Kommunisten, darunter viele Juden, in die Hände fiel. Bei ihrer Niederschlagung starben 600 Menschen und das deutsche Bürgertum hatte fortan einen Namen für den schlimmsten aller vorstellbaren Schrecken – den jüdischen Bolschewismus. Das benachbarte Hotel gehörte als Palais Montgelas dereinst zum Adelsquartier der Stadt und sein Besitzer, Graf Montgelas, schrieb Anfang des 18. Jahrhunderts als Reformminister Geschichte. Er formte aus dem Streubesitz der Wittelsbacher den heutigen Staat Bayern, gab ihm eine Verfassung, stellte seine Bürger gleich, hob die Leibeigenschaft auf, entschärfte das Strafrecht und zentralisierte die Verwaltung. Nur an der absoluten Machtstellung seines Königs ließ er nicht rütteln und darüber sollte er schließlich stürzen.


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Attentat Kurt Eisner Räterepublik Palais Montgelas Verfassung

 

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