Dresden Berlin Hamburg München Frankfurt Köln Leipzig Düsseldorf Zur Startseite

Pagodenburg

Pagodenburg im Stadtspiel München (Vorderseite) Traume von Frankreichs Macht und Chinas Staatskunst.

Bayern als Modemacher – Seit dem 16. Jahrhundert brachten jesuitische Mönche Nachrichten aus China mit, nach denen es dort ein hoch kultiviertes Friedensreich mit mächtigen, gebildeten und bescheidenen Herrschern gab. Die Menschen dort seien sehr fleißig, die Verwaltung arbeite äußerst effektiv und sie böte außerdem noch für jedermann die gleichen Aufstiegschancen. Das klang in europäischen Ohren ziemlich phantastisch, eignete sich aber gerade deshalb prima für utopische Gegenentwürfe zur eigenen, als dekadent empfundenen Welt. Nachdem sich Ludwig der XIV. 1672 ein Porzellanschloss hatte bauen lassen, wurde China bald darauf auch in Deutschland chic und jeder Fürst, der auf sich hielt, versuchte es dem Sonnenkönig mit chinesischem Porzellan, Tapeten, Lackmöbeln und eigenen chinoisen Bauten nachzutun. Der Türkenschreck Max Emanuel war dabei besonders schnell, denn er hatte nach seinen gescheiterten Kriegsabenteuern im französischen Exil mehr Zeit, als ihm lieb war, die neue Mode zu studieren. Deshalb entstand seine Pagodenburg auch früher als die berühmten Chinoiserien in Dresden und lange vor denen in Potsdam oder Kassel. Dafür fiel sein Bau allerdings auch noch vergleichsweise schlicht aus.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

China Ludwig der XIV Porzellanschloss Lackmöbel Chinoiserie

 

Spaziergang Residenz
(bitte auswählen)
Spaziergang Altstadt
(bitte auswählen)
Spaziergang Innenring
(bitte auswählen)
Extratouren Aussenring
(bitte auswählen)
Speichern Sie diese Seite bei einem der folgenden Link-Netzwerke: