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Moriskentänzer

Moriskentänzer im Stadtspiel München (Vorderseite) Balzhähne, Schwerttänzer oder arabische Harlekins?

Geheimnisvolle Jazzdancer – Die Moriskentänzer gehören zu München wie das Kindl. Und deshalb gibt es sie auch gleich drei Mal: als Kopien an ihrem ursprünglichen Standort im Alten Rathaus, im Durchgang darunter und als Originale im Stadtmuseum. Von den ursprünglich 16 Figuren haben sich nur zehn erhalten. Gefertigt 1480 von Erasmus Grasser, gehören sie zu den großartigsten Holzschnitzereien der deutschen Spätgotik. Trotz dieses Superlativs weiß heute niemand mehr, was sie eigentlich darstellen. Die Deutungen reichen vom Werbetanz für eine Frau über den spanischen Schwerttanz und die arabische Jahrmarktsunterhaltung bis zum Tanz der Stadtboten. Klar ist nur, was man sieht. Die Tänzer bewegen sich in einer Weise, die damals nicht üblich war. Offenbar ging es ihnen um die Verblüffung der Zuschauer durch möglichst gekonnte Verrenkungen, wie sie später erst im Jazzdance wiederkehren. Die Münchner mochten den zugezogenen Grasser anfangs nicht und gestanden ihm nicht einmal zu, die Meisterprüfung abzulegen, so dass er sich mühsam als Wappenschnitzer durchschlagen musste. Erst seine Tänzer brachten ihm die Anerkennung und so viele Aufträge, dass er als reichster Bürger der Stadt starb.


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Erasmus Grasser Stadtmuseum Holzschnitzereien

 

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