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Marionetten-Theater

Marionetten-Theater im Stadtspiel München (Vorderseite) Papa Schmid gründete die erste feste Puppenbühne der Welt.

Große Kunst für Kleine – Die Befreiung des Schauspiels vom schlechten Ruf des Zotenspektakels gipfelte 1737 in Leipzig noch in einem Skandal. Dabei hatte die legendäre Neuberin auf offener Bühne symbolisch die wichtigste Figur des Volkstheaters, einen Harlekin aus Stroh, verbrannt. Der Abschied des Marionettentheaters vom Rummelplatzklamauk ein Jahrhundert später vollzog sich dagegen völlig unspektakulär. Dafür verbündete sich der Münchner Puppenspieler Josef Schmid mit dem Multikünstler und Hofzeremonienmeister Ludwig I., Graf von Pocci, und gemeinsam gewannen sie Autoren und Bühnenbildner des „großen“ Theaters für Schmids „kleines“. Doch auch mit diesen Partnern dauerte es ein ganzes Puppenspielerleben, bis „Papa Schmid“ genug Erfolg hatte, um die Jahrmarktsbude wirklich hinter sich zu lassen. Er war schon fast ein alter Mann, als er 1900 auf der Blumenstraße das erste feste Marionettentheater der Welt eröffnen konnte – ein Giebel-Säulen-Musen-Tempelchen, das Samstagabend auch für Erwachsene spielt. Aus Dankbarkeit für den Gründer des kleinsten Theaters der Stadt widmete ihm München seine kürzeste Straße – die Papa-Schmid-Straße. Sie ist gerade einmal 75 Meter lang.


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Josef Schmid Graf von Pocci Marionettentheater

 

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