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Ludwigstr.

Ludwigstr. im Stadtspiel München (Vorderseite) Königliche Renommiermeile im Stil der Renaissance.

Kunst statt Glaube – Mit der Kirche allein war nach 1800 kein Staat mehr zu machen. Wo Gott im Himmel der Vernunft gewichen war, drängten Ideologie und Kunst nach. Das spürte auch der junge Ludwig I. und träumte von einer neuen Straße zwischen späterer Feldherrnhalle und Siegestor, deren einziger Zweck die Überwältigung durch Kunst war. Lange bevor klar war, wer die geplanten Paläste entlang der Allee nutzen würde, stand fest, wie sie aussehen sollten. Und als dann niemand darin wohnen wollte, bestimmte Ludwig sie einfach für seine Behörden. Doch auch damit bekam er die geplanten Riesenkisten nicht voll, deshalb wies er seinen Architekten Klenze an, mehrere kleine Häuser hinter einer Fassade als große erscheinen zu lassen und dabei auf Toreinfahrten, Geschäfte, Gärten und Bäume zu verzichten. Nichts sollte die Wirkung der Renaissance- Kulissen stören, denn nur so hielt sie Ludwig für repräsentativ genug. Die Bürger lehnten die Straße zunächst als blanken Luxus ab, denn für den Alltag bot sie ihnen gar nichts. Erst als sich die zahlenden Fremden dafür begeisterten, taten sie es auch. Und seitdem steht in vielen Reiseführern, etwas Schöneres habe das 19. Jahrhundert nicht hervor gebracht.


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