Dresden Berlin Hamburg München Frankfurt Köln Leipzig Düsseldorf Zur Startseite

Kriechbaumhof

Kriechbaumhof im Stadtspiel München (Vorderseite) Alles anderes als idyllisch: Armenquartiere aus Holz.

Trügerische Idylle – Die winzigen Vorgärtchen, Außentreppen und Laubengänge, die sich bis heute an einigen Haidhausener und Bogenhausener Holzhäusern so idyllisch ausnehmen, haben ihren Ursprung nicht im detailverliebten Schönheitssinn von Heimat-Architekten, sondern in der Raumnot der Ärmsten der Armen. Denn in diesen Herbergen genannten Hütten lebten seit dem 18. Jahrhundert die Tagelöhner und Dienstboten, die zwar in der Stadt arbeiteten, aber das Wohnen dort nicht bezahlen konnten. Ein großer Teil dieser Holz-Vorstadt ging erst in den Bomben des Zweiten Weltkriegs unter. Der 300 Jahre alte Kriechbaumhof überstand zwar das Inferno, aber nicht den Wiederaufbau. Er wurde abgerissen und erst nach fast einem Jahrzehnt für die Alpenjugend am heutigen Standort, Preysingstr. 71, wieder aufgebaut. Hier hatten sich nämlich noch Reste der steinernen Variante des Armen-Quartiers erhalten, darunter das Üblackerhäusl gegenüber. Ausgestattet mit originalem Mobiliar, zeigt es, wie die Menschen hier lebten. Darüber hinaus fungiert es mit einem kleinen Ausstellungsraum als Haidhausener Künstlertreff. Ähnliche Häuschen findet man auch in der Gasse „An der Kreppe“ zwischen Wiener und Max-Weber-Platz.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Holzhäuser Herbergen Alpenjugend Üblackerhäusl

 

Spaziergang Residenz
(bitte auswählen)
Spaziergang Altstadt
(bitte auswählen)
Spaziergang Innenring
(bitte auswählen)
Extratouren Aussenring
(bitte auswählen)
Speichern Sie diese Seite bei einem der folgenden Link-Netzwerke: