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Karolinenplatz

Karolinenplatz im Stadtspiel München (Vorderseite) Erinnerung an 30.000 Tote und Bayerns griechisches Abenteuer.

Opferplatz – Der Obelisk in der Mitte des Karolinenplatzes soll an die 30.000 Bayern erinnern, die im Russlandfeldzug für Napoleon starben. Zum Trost tragen die auf den Platz mündenden Straßen Namen von Orten, an denen die Bayern später Bonaparte besiegten. Doch die 33 Meter hohe Säule erzählt auch noch eine andere Geschichte. Sie wurde aus dem Erz ägyptischer Kanonen gegossen, die die Engländer 1727 in einer Seeschlacht gegen die Türken erbeuteten. Diese Schlacht brachte den Griechen die Freiheit. Und das wiederum war die Voraussetzung dafür, dass der 17jährige Wittelsbacher Otto I. 1832 König der Griechen wurde. Er sollte in dem kriegszerstörten Land die Utopie eines antiken Idealstaats verwirklichen, wie man ihn sich in Europa seit einem halben Jahrhundert zusammenträumte. Obwohl Bayern das Projekt mit viel Geld, Fachleuten und Soldaten unterstützte, blieb das Ergebnis weit hinter dem zurück, was bestehende bürgerliche Staaten bereits leisteten. Im Westen wurde Otto deshalb verspottet und von den Griechen wieder verjagt. Schuld daran war sein Vater, Ludwig I.. Deutschlands erster Philhellene scheute sich nicht, den eigenen Sohn auf dem Altar seiner realitätsfernen Träume zu opfern.


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Obelisk ägyptische Kanonen Griechen König

 

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