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Hauptpostamt

Hauptpostamt im Stadtspiel München (Vorderseite) Geburtsort der ersten deutschen Briefmarke „Schwarze Einser“

Fortschritt mit Beamten-Spucke – Klenze übernahm 1835 den Umbau eines alten Adelspalais‘ zum ersten großen deutschen Postamt und gab ihm eine florentinische Fassade mit offener Bogenhalle und Rossebändiger-Fresken, um das Amt dem gegenüberliegenden neuen Königsbau anzupassen. 15 Jahre später schrieb die neue Hauptpost mit der Herausgabe der „schwarzen Einser“ als erster deutscher Briefmarke Postgeschichte. Doch die Kunden waren von der Neuerung überhaupt nicht begeistert. Sie verstanden nicht, warum sie einen Brief bezahlen sollten, der noch gar nicht angekommen war, und sie glaubten nicht, dass das aufgeklebte „Geld“ unterwegs nicht abfällt oder gestohlen wird. Die Beamten mussten über ein Jahr lang Bedenken zerstreuen, Reden halten und viel eigene Spucke investieren, bis das neue Porto endlich akzeptiert wurde und andere deutsche Länder dem Beispiel Bayerns folgten. In Gegenrichtung dauerte der Fortschritt allerdings noch länger. Denn als nach der Reichseinigung 1871 die neue Einheitsbriefmarke kam, weigerte sich die Königlich Bayerische Post hartnäckig, sie einzuführen. Nur die Württemberger waren noch genauso stur und so behielten beide Länder bis 1920 ihre eigenen Briefmarken.


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Klenze schwarze Einser Briefmarke Einheitsbriefmarke

 

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