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Feldherrnhalle

Feldherrnhalle im Stadtspiel München (Vorderseite) Wechselnde Helden: Feldherren, Blutzeugen und Polizisten.

Neuer Kult – Die 1841 nach florentinischem Vorbild als Auftakt zur Ludwigstraße errichtete Feldherrnhalle erinnert an Bayerns größte Militärs: an Tilly, den Führer der katholischen Liga im 30jährigen Krieg, und an General Wrede als Napoleon- Bezwinger. Vor allem aber zeigt der Bau, wie der Patriotismus zu einer neuen Staatsreligion aufstieg, die Heilige, Tempel und Rituale brauchte. Grundsteinlegung und Einweihung wurden deshalb auch auf Jubiläen großer Schlachten gegen die Franzosen gelegt, um dabei deren Veteranen als Helden feiern zu können. Geschichte schrieb der Ort dennoch erst mit dem „Marsch auf die Feldherrnhalle“ am 9.11.1923. Nach Hitlers Putschversuch im Bürgerbräukeller stießen seine 2000 Anhänger hier auf eine Polizeikette und es kam zur Schießerei, bei der 14 „Märtyrer“ und drei Beamte starben. Seit 1933 erinnerte eine Bronzetafel mit ständiger Ehrenwache an die „Blutzeugen der Bewegung“ und einmal im Jahr gedachte man ihrer mit Fackel- Zügen. Wer im Alltag keine Lust hatte, vor den SS-Posten den Arm hoch zu reißen, umging sie über die Viscardigasse, die so zu ihrem Zweitnamen „Drückebergergasse“ kam. Seit 1995 erinnert eine Platte im Pflaster an die drei erschossenen Polizisten.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

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Tilly General Wrede Blutzeugen der Bewegung Drückebergergasse

 

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