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Erzbischöfliches Palais

Erzbischöfliches Palais im Stadtspiel München (Vorderseite) Sitz des Erzbischofs von München und Freising.

Zwischen allen Stühlen – Nur noch wenig erinnert an das einstige Adelsquartier rund um die Pranner- und Faulhaber-Straße. Dafür trifft man hier gleich zwei Mal auf die Spuren des Schwerenöters Karl Albrecht. Seiner Geliebten, Gräfin Morawitzka, ließ er das Palais Portia (Faulhaber-Str. 12) errichten und seinem Sohn mit der Gräfin Holnstein das nach ihr benannte Holnstein-Palais (Nr. 7). Der „Bankert-Balken“ über dem Wittelsbacher Wappen in der Fassade verweist auf die illegitime Abkunft des Besitzers. Heute residiert hier der Erzbischof von München und Freising. Der hieß seit 1917 Michael von Faulhaber und stand nach 1945 für Münchens Neuanfang, denn die Amerikaner übertrugen es ausgerechnet ihm, unbelastete Personen für die neue Stadtregierung zu benennen. Dafür ehrte man den Kardinal später mit dem Straßennamen, obwohl bald klar war, dass er selbst schuldig war. Denn auch ihm war Hitler zunächst als Retter erschienen. Er hatte für ihn gepredigt, beten oder sogar die Glocken läuten lassen. Und selbst als die Anfangs-Euphorie kritischer Distanz gewichen war, blieb er, um seine Kirche zu schützen, passiv gegen Rassenwahn und Judenmord. Das machen ihm bis heute viele zum Vorwurf.


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Gräfin Morawitzka Palais Holnstein Bankert-Balken Erzbischof

 

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