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Brunnenbuberl

Brunnenbuberl im Stadtspiel München (Vorderseite) Der neckische Nackedei ist ein beliebter Treffpunkt.

Spritziger Jugendstil – Das neckische Brunnenbuberl ist einer der beliebtesten Springbrunnen der Stadt. Als er 1895 aufgestellt wurde, soll Prinzregent Luitpold den Künstler Mathias Gasteiger persönlich um ein Feigenblatt für den wasserspritzenden Knaben gebeten haben. Doch die königliche „Petition“ wurde abgelehnt. In Kunstdingen stand der Künstler über dem Regenten, zumal Luitpold als leutselig und tolerant galt. Gasteiger und seine Frau gehörten der Künstlergruppe „Scholle“ an, aus der wichtige Impulse für den Münchner Jugendstil hervorgingen. Das Leitmotiv dieser Bewegung war die künstlerische Durchdringung aller Lebensbereiche, so wie in Gasteigers Villa in Holzhausen am Ammersee. Dort spürt man bis heute die Absicht, Landschaft, Garten, Haus und Einrichtung einer gestalterischen Idee zu unterwerfen. Dass dieser Totalitätsanspruch einmal bis in die Politik reichen würde, ahnte damals noch niemand. Und dem Brunnenbuberl, dessen Wasser man übrigens nicht trinken kann, sieht man es nicht an. Aus 70 anderen Brunnen Münchens kann man dagegen trinken. Sie werden wie am Marienplatz, am Viktualienmarkt oder im Nymphenburger Schlosspark mit Wasser aus dem kommunalen Leitungsnetz betrieben.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Mathias Gasteiger Künstlergruppe Scholle Holzhausen

 

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