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Waldstraßenviertel

Waldstraßenviertel im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Bilderbuch der Gründerzeit: Stilzitate aus allen Epochen

Gründerzeit. Das Waldstraßenviertel repräsentiert als Gründerzeit-Quartier in seltener Geschlossenheit die Architekturentwicklung des späten 19. Jh. Trotzdem sollten seine 550 Häuser Ende der 80er Jahre Plattenbauten weichen, weil ihre Sanierung zu teuer war. Inzwischen wurden die meisten Häuser saniert und stehen unter Denkmalschutz. Heute ist das Viertel ein zwar schmuckes, aber eher ruhiges Wohngebiet. Früher versorgten hunderte Einzelhändler die etwa 20.000 Bewohner und auf den Hinterhöfen arbeiteten Handwerker und kleine Fabriken. Viele der Gewerbetreibenden waren Ost-Juden, die dem Ruf der Freiheit gefolgt waren. Denn in Sachsen waren die Juden seit 1869 den Christen gleichgestellt. Keine andere sächsische Stadt versprach so gute Geschäfte. Und im neuen Waldstraßenviertel fand sich leicht eine freie Wohnung. Das führte dazu, dass es hier mit einem Bevölkerungsanteil von 12 % fast zehn mal mehr Juden gab als in der übrigen Stadt. Die Leipziger nannten die Gegend deshalb auch Klein-Jerusalem. Dass viele Juden wohlhabend waren, stärkte den guten Ruf des Viertels und das wiederum zog viele Promis an, darunter August Bebel, Max Beckmann, Albert Lortzing, Gustav Mahler und Joachim Ringelnatz.


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Juden Klein-Jerusalem August Bebel Max Beckmann Albert Lortzing Gustav Mahler Ringelnatz

 

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