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Volkshaus

Volkshaus im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Einst Leipzigs linke Hochburg, heute ein beliebter Szenetreff

Klassenkampf. Im Volkshaus ist immer etwas los. Ab 9.00 Uhr kann man hier lecker frühstücken. Tagsüber lockt die Hausspezialität Flammkuchen. Im Sommer kann man vor dem Haus im Schatten und hinter dem Haus in der Sonne sitzen. Und abends sind die Partyreihen der Renner. Der einstige Gewerkschaftsbau wurde Anfang des 20. Jh. errichtet, hatte einem riesigen Biergarten und diente der Bildung, dem Vereinsleben und der Erholung der Gewerkschafter. Hier schlug Leipzigs rotes Herz. Deshalb beschossen die Kapp-Putschisten 1920 das Gebäude und setzten es in Brand. 13 Jahre später stürmte die SA die linke Hochburg, Akten und Inventar flogen aus dem Fenster und im Hof loderte ein Feuer. Danach folgten 5.000 Leipziger der Einladung einer Tageszeitung, den „Bonzenpalast“ zu besichtigen. Kurz darauf zog die „Arbeitsfront“ ein und das „Volkshaus“ an der Zeitzer Str. wurde zum „Haus Vaterland“ an der Adolf-Hitler-Straße. In der DDR saß hier der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund, dem man schon deshalb angehörte, weil man sonst keinen Ferienplatz bekam. Nach der Wende trat der DGB wieder in sein Recht. Er verkaufte das Volkshaus 2006 gegen heftigen Protest an eine Fondgesellschaft und ist jetzt Mieter.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Gewerkschaft Kapp-Putsch SA Arbeitsfront Adolf-Hitler-Straße Haus Vaterland

 

Tour: Händler, Shopper, Partygänger
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Tour: Stasi, Sex und Schrebergarten
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Tour: Jockeys, Künstler, Suppenesser
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Tour: Feldherren, Autobauer, Wasserratten
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