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Uni-Campus

Uni-Campus im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Der neue Innentstadt-Campus ist bis heute umstritten.

Kirchen-Aula. „Das Ding muss weg!“ soll Parteichef Walter Ulbrich 1960 bei der Einweihung der neuen Oper gesagt haben. Gemeint war die 700 Jahre alte Unikirche St. Pauli. Acht Jahre später wurde sie gesprengt – ein Gewaltakt, den die Leipziger der SED und sich selbst nie verziehen. Von den danach errichteten Uni-Gebäuden steht nur noch der „Weisheitszahn“. Der 142 m hohe Büroturm gehört heute einer US-Bank und lockt mit einer Aussichtsplattform auf dem Dach und einem Panorama-Café. Darunter liegt der neue Campus, mit dem die drittälteste deutsche Uni 2009 ihr 600. Jubiläum feierte. Der Neubau des Niederländers Erik van Egeraat zitiert die alte Uni-Kirche in modernen Formen und ist sowohl zentrale Aula als auch Andachtsraum. Der Preis dafür waren ein Rektoren-Rücktritt, sächsische Regierungskrisen, Demos, Schlammschlachten in der Presse und ein „Thesen-Anschlag am Bauzaun“ zum Reformationstag vom Pfarrer der Thomaskirche. Gestritten wurde um „Peanuts“ wie einen gläsernen Raumteiler, den Namen des Hauses oder den Standort der Kanzel. Nur die Verbissenheit des Streits ließ ahnen, dass es um mehr ging: Um die Schmach der Vergangenheit, die Stellung der Kirche und die säkulare Zukunft der Uni.


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Unikirche St. Pauli Weisheitszahn Egeraat Streit Schlammschlacht

 

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