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Schrebergarten-Museum

Schrebergarten-Museum im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Vom ersten Vereinshaus der Kleingärtner zum Museum.

Kleingarten-Hauptstadt. Der Leipziger Arzt Dr. Moritz Schreber entwickelte um 1850 mechanische Apparate zur Korrektur von Fehlhaltungen bei Kindern und wollte ähnlich auch ihr Fehlverhalten korrigieren. Dafür erfand er ein Antimasturbations- Gerät und empfahl zur Triebabfuhr Kaltwasser-Klistiere, Gymnastik, Gartenarbeit und Holzhacken. Was sich heute martialisch anhört, war damals der Reflex auf die sozialen Folgen der beginnenden Urbanisierung. Schrebers Forderung nach Spielplätzen wurde erst nach seinem Tod von Leipziger Pädagogen aufgegriffen. Sie gründeten 1865 einen „Schreber“-Verein, richteten im Johannapark einen Spielplatz ein und umgaben ihn mit Beeten. Doch die Kinder hatten keine Lust zum Unkrautzupfen, so dass dies schon bald die Eltern übernahmen. Als der Verein 1875 an seinen heutigen Standort umzog, wurden aus den Beeten Parzellen mit Lauben und in dieser Form trat der Schreberverein seinen Siegeszug an. Im ersten Vereinshaus dokumentiert seit 1996 das Deutsche Kleingartenmuseum die Geschichte der Bewegung. Die schwächelt inzwischen auch in Leipzig. Doch mit 7,5 Parzellen auf 100 Einwohner gibt es hier immer noch mehr Kleingärtner als in jeder anderen deutschen Stadt.


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Spielplatz Moritz Schreber Antimasturbations-Gerät Kaltwasser-Klistier Schreberverein

 

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