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Rundling

Rundling im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Ikone des modernen Bauens in der Weimarer Republik.

Späte Anerkennung. Der 1929/30 nach einem Entwurf von Hubert Ritter errichtete Rundling in Lößnig zählt heute neben der Hufeisen-Siedlung in Berlin-Britz zu den Architektur-Ikonen der Moderne in der Weimarer Republik. Ritter ordnete seine Häuser in drei konzentrischen Kreisen an, um ihnen eine gemeinschaftliche Mitte zu geben und bot darin 300 Wohnungen mit 13 verschiedenen, nach Süden ausgerichteten Grundrissen an. Das war damals luxuriös gemessen an den Hinterhöfen, aus denen die meisten Mieter kamen und es war zukunftsweisend für den kommunalen Wohnungsbau. Jahrelang hatten Kriegswirtschaft und Nachkriegskrisen private Investitionen in den Wohnungsbau blockiert, so dass 1927 100.000 Leipziger, darunter 5.000 Familien mit Kindern, zur Untermiete wohnten. Die Kommune musste handeln. Stadtbaudirektor Hubert Ritter gab darauf die zeitgemäße Antwort. Er wollte mit seinen Bauten niemanden mehr beeindrucken, sie sollten vor allem zweckmäßig und bezahlbar sein. Damit rüttelte er am Selbstverständnis der seit Jahrzehnten vom Historismus geprägten Stadt. Dennoch waren es nicht die Konservativen, die 1930 seine Abwahl betrieben, sondern die Hoffnungsträger der kleinen Leute: SPD, KPD und NSDAP.


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Hubert Ritter Lößnig

 

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