Dresden Berlin Hamburg München Frankfurt Köln Leipzig Düsseldorf Zur Startseite

Riquethaus

Riquethaus im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Hugenotten in der Diaspora: das Zeugnis eines Aufstiegs.

Den Hugenotten erging es in Sachsen wie den Juden. Sie hatten keine Bürgerrechte und durften keinen „ordentlichen“ Beruf ergreifen. So machten auch sie aus der Not eine Tugend und wurden Händler, nutzten ihre Auslands-Kontakte und hielten zusammen. Damit kam der Erfolg. Das Hugenottenkreuz auf dem 1909 errichteten Riquet-Haus erinnert daran. Es feiert den Aufstieg einer hugenottischen Kaufmannsdynastie, die seit 1745 mit Waren aus Fernost und dem Orient handelte. Das Pagodentürmchen auf dem Dach und die farbigen Jugendstil-Mosaiken sind ein Hingucker wie die Elefantenköpfe, die in Kupfer getrieben den Eingang zieren. Sie waren das Markenzeichen von Riquet & Co. Die Firma war berühmt für ihre Tees und schon Goethe pries ihren Kakao. Am Ende der DDR war das einstige Messehaus eine Ruine. Bei seiner Rekonstruktion wurde auch das Eckcafé erneuert und als Wiener Café eingerichtet. Die Betreiber berufen sich auf eine Tradition, die schon Bach zu seiner Kaffee-Kantate inspirierte. Spuren von Riquet findet man in Leipzig sonst nur noch im Discounter-Regal als Markenzeichen auf Storck- Schokoladen. Die Riquet-Fabrik in Markkleeberg wurde abgerissen. Zuletzt produzierte der Konsum darin Bonbons.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Hugenottenkreuz Pagodentürmchen Elefantenköpfe Jugendstil Mosaik Kaffee-Kantate

 

Tour: Händler, Shopper, Partygänger
(bitte auswählen)
Tour: Stasi, Sex und Schrebergarten
(bitte auswählen)
Tour: Jockeys, Künstler, Suppenesser
(bitte auswählen)
Tour: Feldherren, Autobauer, Wasserratten
(bitte auswählen)
Speichern Sie diese Seite bei einem der folgenden Link-Netzwerke: