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Ring-Café

Ring-Café im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Ringbebauung aus den 50ern mit Terrasse für müde Tänzer.

Sächsische Moderne. Über 700.000 Einwohner zählte Leipzig in den 1920er Jahren und der Leiter des Hochbauamtes, Hubert Ritter, ging davon aus, dass die Stadt mit der nächsten Konjunktur weiter wachsen würde. Das barg die Gefahr, dass neue Unterzentren entstanden, gegen die er die Innenstadt mit einer „Ring-City“ stärken wollte. Achtgeschosser sollten sich in Bögen um das Zentrum legen und Turmhäuser die sternförmigen Zufahrtsalleen betonen. Letztlich wurde davon nur das Europahaus am Augustusplatz gebaut. Doch in den 50er Jahren kramte man die alten Pläne wieder hervor. Sie entsprachen dem Leitbild der „sozialistischen Stadt“ durch ihre moderne Großzügigkeit. An der „kosmopolitischen“ Nüchternheit der Architektur stieß man sich dagegen und kaschierte sie mit sächsischem Neobarock. Ähnlich stand auch Schinkels Klassizismus in der Berliner Stalin- Allee Pate für die nationale Note des besseren Deutschlands. Doch die Leipziger interessierten sich vor allem für das Ringcafé. Mit 540 Plätzen und einer riesigen Terrasse im ersten Stock war es bei seiner Eröffnung 1956 die größte Tanzdiele Deutschlands. Aufgeladen mit den Träumen und Erinnerungen seiner Gäste ist es bis heute eine Legende.


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Hubert Ritter Ring-City Europahaus sächsischer Neobarock Ringcafé Tanzdiele

 

Tour: Händler, Shopper, Partygänger
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Tour: Stasi, Sex und Schrebergarten
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Tour: Jockeys, Künstler, Suppenesser
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Tour: Feldherren, Autobauer, Wasserratten
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