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Psychiatrie-Museum

Psychiatrie-Museum im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Alltag in der Psychatie aus der Perspektive der Betroffenen.

Verrückt. Das Sächsische Psychiatriemuseum stellt Sachsens Verrückte und ihre Psychiater vor. Dazu gehört der Gerichtspräsident Paul Schreber, der mit seinen „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ bis heute der meist zitierte Patient ist. Schuld an seinen Problemen war die „schwarze Pädagogik“ seines Vaters Moritz Schreber, der als Namensgeber der Kleingartenbewegung berühmt wurde. Auch der Psychiater Julius Möbius war einst bekannt. Er erklärte sich den „physiologischen Schwachsinn des Weibes“ aus dem Vorteil für die Arterhaltung und schrieb ein Buch darüber. Das wurde mit jeder Auflage dicker, weil er die Proteste der Frauen gleich mit abdruckte. Auch Schumann, Grabbe und Nietzsche wurden in Leipzig verrückt, weil sie sich hier die Syphilis holten. Nietzsches Zustand hatte für Richard Wagner eine andere Ursache. Er glaubte, sein Freund onaniere zu viel und petzte dies dem Arzt. Erster Psychiatrie-Professor der Welt war August Heinroth. Er glaubte, falsche Lebensführung mache geisteskrank. Deshalb erklärte er den verwirrten Witwenmörder Woyzeck für schuldfähig, so dass der 1824 geköpft wurde. Diese und andere Geschichten erzählen die Museums- Mitarbeiter auch bei einem Stadtrundgang.


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Tags

Paul Schreber schwarze Pädagogik Schumann Grabbe Nietzsche August Heinroth Woyzeck

 

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