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Nikolaikirche

Nikolaikirche im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Hier begann die Wende mit Gebeten und Montagsdemos.

Kerzen. Eine Kerzenandacht gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in der Nikolaikirche lieferte 1981 den Anstoß für die späteren Friedensgebete jeden Montag. Anfangs trafen sich dazu kaum mehr als 50 Menschen. Doch mit den wachsenden Problemen der DDR wurden es immer mehr und die meist jungen Leute begannen, sich in Oppositionsgruppen zu organisieren. 1988 schloss die Kirchenführung diese Gruppen zeitweise von der Mitgestaltung der Gottesdienste aus, trieb sie damit auf den Nikolaikirchhof und legte so den Keim der Montagsdemos. Bereits im Mai ´89 kontrollierte die Polizei deshalb jeden Montag die Autobahnabfahrten und sperrte die Straßen zur Kirche. Nachdem es am 40. Jahrestag der DDR erstmals zu Massenverhaftungen kam und die SED-Führung ein Blutbad androhte, bot sie am Montag darauf, am 9. Oktober, ein martialisches Armee-, Polizei und Kampfgruppenheer auf und besetzte ein Drittel der Kirche mit Gefolgsleuten. Immer wieder schildern Besucher dieses Gottesdienstes später ihre Ergriffenheit, als sie danach vor der Kirche auf Zehntausende Menschen mit Kerzen trafen, vor denen sich die Uniformierten schließlich zurückzogen. Damit begann die friedliche Revolution in der DDR.


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Mittelstreckenraketen Oppositionsgruppen Massenverhaftung Blutbad Kampfgruppen

 

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