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Johannis-Friedhof

Johannis-Friedhof im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Mit wenigen Gräbern längst eher ein Park als ein Friedhof.

Tote Promis. Der Alte Johannisfriedhof gehörte zu einer gleichnamigen Kirche und war seit dem 16. Jh. Leipzigs einziger Friedhof, so dass man hier auch die Gefallenen von 1756 und 1813 beisetzte – in anonymen Massengräbern. Als berühmtester Toter des Friedhofs galt der Moralphilosoph und Bestseller-Autor Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769). Doch als 1894 die Neue Johanniskirche gebaut wurde, besann man sich, dass hier auch Bach liegen müsste. Von den beiden Männer-Skeletten, auf die man an dem nur mündlich überlieferten Ort stieß, entschied man sich für das besser erhaltene. Ob es wirklich Bachs Gebeine waren, ließ sich nie restlos klären. Zunächst wurden sie mit den Gebeinen Gellerts in der neuen Kirche beigesetzt. Nach dem Krieg zog Gellert auf den Südfriedhof und Bach in die Thomaskirche. Etwa 400 Grabmale, darunter knapp 60 umgesetzte, zeugen heute noch von Leipzigs früherer Bestattungskultur. Sie gehören großen Kaufmanns-, Bankiers- und Verlegerfamilien, Kätchen Schönkopf (Goethes Jugendliebe), Richard Wagners Mutter und Schwester, dem Komponisten des Liedes „Das Wandern ist des Müllers Lust“ Carl Zöllner, der Frauenrechtlerin Luise-Otto Peters oder dem Industriellen Karl Heine.


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