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Neues Rathaus

Neues Rathaus im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Mit 114 Metern der höchste Rathausturm Deutschlands.

Rekord. Um 1900 war Leipzig die viertgrößte deutsche Stadt und brauchte ein neues Rathaus. Die Hälfte der Stadtverordneten wollte dafür das Alte Rathaus abreißen. Geopfert wurde schließlich die alte Pleißenburg. Dort hatte Luther 1519 im Streit mit Johann Eck den Bruch mit Rom vollzogen und dort nahm Goethe ab 1765 Zeichenunterricht bei Adam F. Oeser. Mit dem Neubau krönte Stadtbaudirektor Hugo Licht sein Lebenswerk. Der Turm ist mit 114 m der höchste Rathausturm der Welt und das Rathausgebäude eines der größten in Deutschland. Am Eingang zum Ratskeller verschlingt ein Ungeheuer den Bürger und die Schnecken auf den Klinken der Eingangsportale spielen auf die Trägheit der Verwaltung an. Da auch der Neubau bald zu klein war, entstand bis 1911 das Stadthaus nebenan. Die „Seufzerbrücke“ oder auch „Beamtenlaufbahn“ verbindet beide Häuser. Leipzigs berühmtester OB war C. F. Goerdeler. Er sollte neuer Reichskanzler werden, hätte Stauffenberg Hitler getötet. Daran erinnert ein Denkmal im Südwesten des Rathauses. Auf dem Grund eines fünf Meter tiefen, abgestuften Trichters schlägt vier mal am Tag eine Glocke – eine schöne Metapher auf den Weg Goerdelers vom NSSympathisanten zum Widerständler.


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Pleißenburg Luther Eck Oeser Hugo Licht Seufzerbrücke Goerdeler Trichter

 

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