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Gloecks Haus

Gloecks Haus im Stadtspiel Leipzig (Vorderseite) Haus des Chinchialla-Königs auf der Weltstraße der Pelze.

Der Brühl. Bis 1930 wurde auf dem Brühl ein Drittel der Weltpelz-Ernte umgeschlagen und die Rauchwarenhandlungen der Straße galten lange als die besten Steuerzahler der Stadt. 1928 waren das 794 Geschäfte, im Durchschnitt sieben pro Haus. Knapp zwei Drittel davon gehörten Juden, die wiederum mit Juden Handel trieben, so dass es in Leipzig zur Messe vor Kaftanen nur so wimmelte. Ungeachtet des als lebensgefährlich geltenden Verkehrs, standen die Händler zwischen den nach Tierhaut und Mottenkillern riechenden Fellbergen mitten auf der Straße, um zu feilschen und Nachrichten auszutauschen. Mit der Weltwirtschaftskrise begann der Niedergang des Brühls. Die Vertreibung der Juden beschleunigte und britische Bomber vollendeten ihn. Den Rest besorgte die SED. Vor ihr flohen die letzten Pelzhändler auf die Frankfurter Niddastr. und machten sie zum neuen Brühl. Heute handelt hier niemand mehr mit Fellen und an die „Weltstraße der Pelze“ erinnert nur noch Gloecks Haus. Richard Gloeck war um 1900 der „Chinchilla- König“ und kontrollierte den Welthandel mit den Pelzen der südamerikanischen Nager. Am Brühl 3, wurde Richard Wagner geboren. Heute steht dort ein Kaufhaus, die sogenannte „Blechbüchse“.


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Rauchwaren Pelze Juden Händler Felle Richard Gloeck Chinchilla Richard Wagner Blechbüchse

 

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