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Ratinger Tor

Ratinger Tor im Stadtspiel Düsseldorf (Vorderseite) Kunstsinnige Abzocke in
der Zollstation als Tempel

Dorisch. Unverkennbar trägt das Ratinger Tor die Handschrift Schinkels. Aber nicht der preußische Klassizist hat es gebaut, sondern der von ihm inspirierte bergische Baudirektor Adolph von Vagedes. Er übernahm die Entfestigung Düsseldorfs, die die Franzosen im Frieden von Lunéville 1801 für die Räumung des rechten Rheinufers durchsetzten. Dabei wurde 1807 auch das alte Ratinger Tor abgetragen. Da die Stadt weiterhin auf die Zölle angewiesen war, die sie dort erhoben hatte, wurde Vagedes 1811 mit einem neuen Tor beauftragt. Er entschied sich für zwei Zollhäuser und gab ihnen die Form von dorischen Tempeln. Um Platz für einen neuen Boulevard, die heutige Heinrich- Heine-Allee, zu schaffen, wurde das neue Tor allerdings um 115 m weiter weg von der Stadtmitte verschoben. Das nördliche Torhaus wurde 1984 vom Heimatverein Düsseldorfer Jonges renoviert, der es seitdem für Veranstaltungen nutzt. Im südlichen Torhaus wohnte bis 1955 der Stadtplaner Friedrich Tamms. Danach war es unter wechselnden Betreibern Galerie. Inzwischen nutzt es der ehemalige Rektor der Kunstakademie, Markus Lüpertz, als Atelier. Unter seiner Ägide brachte die Hochschule mehr documenta- Teilnehmer hervor als jede andere.


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Adolph von Vagedes Zollhäuser Tempel dorisch Markus Lüpertz

 

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