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Yenidze

Yenidze im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Genialer Werbegag eines
pfiffigen Tabak-Fabrikanten

Ganz oben. An einem lauen Abend im Fackelschein unter der leuchtenden, orientalisch anmutenden Yenidze-Kuppel zu sitzen und aus dem höchsten Biergarten Dresdens den Blick über die angestrahlte Altstadt schweifen zu lassen, das ist als Tagesausklang kaum zu übertreffen. Aber das Kuppelrestaurant bietet den gleichen Blick fast genauso schön auch von drinnen. Die zweite Attraktion der Yenidze ist die erfolgreiche Lesebühne „1001 Märchen“. Auch wenn es überraschend klingt, die Yenidze war nie eine Moschee. Sie war eine Zigarettenfabrik. Und ihre Türme waren auch keine Minarette. Das waren die Schornsteine der Fabrik. Beides zusammen war ein genialer Werbegag, der sich von alleine verbreitete, weil direkt daneben Dresdens wichtigste Eisenbahnstrecke verläuft. Bauherr war der self-made-man Hugo Zietz, der in nur zwei Jahrzehnten mit Zigarettenmarken wie Salem, Mogul oder Fatima zu einem der führenden deutschen Tabak-Unternehmer aufstieg. Dieses Lebenswerk wollte Zietz 1907 mit dem Nachbau eines Kalifengrabs krönen. Namensgeber wurde das Hauptanbaugebiet seines Tabaks. Als zentrales Tabakkontor der DDR lieferte die Yenidze bis 1990 den Rohstoff für die legendäre f6 und den üblen Stinker Karo.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Kuppelrestaurant Hugo Zietz Tabak Moschee Kalifengrab Zigarettenfabrik

 

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