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Waldschlösschen-Brücke

Waldschlösschen-Brücke im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Das Elbtal bleibt auch ohne
Weltkulturerbe-Titel schön

Hufeisennase. Seit dem Wiederaufbau der Frauenkirche war keine Marketingaktion für Dresden so erfolgreich, wie der Streit um den „kulturellen Super-GAU“ der Waldschlösschenbrücke. Der Stadtrats-Beschluss zu ihrem Bau entschied 1996 eine 100 Jahre alte Debatte, die 2008 in der Aberkennung des gerade erst zugesprochenen Weltkulturerbe-Titels gipfelte. Zur Begründung hieß es, die Brücke zerstöre die einmalige Kulturlandschaft des Elbtals. Seit Bestehen der UNESCO-Liste wurde so nur ein arabischer Wüstenstaat abgestraft, der sein Antilopenschutzgebiet verkleinert hatte. In einem Bürgerentscheid hatten sich zuvor zwei Drittel der Dresdner für die Brücke ausgesprochen. Dagegen machten Umweltschützer mit spektakulären Baumbesetzungen und Sabotageakten mobil und auswärtige Kommentatoren, die bei der Neuen Synagoge alle Urlaub hatten, bejammerten die Zerstörung des Canaletto-Blicks. Demos und Gegendemos, Klagen und Gegenklagen, Baustopps und Baufreigaben rauschten durch den Blätterwald. Schließlich stürmte Dresden mit der bedrohten Fledermaus Kleine Hufeisennase und dem Schmetterling Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling auch noch die Kabarettbühnen der Republik. Der Werbe-Effekt ist unbezahlbar.


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Tags

Hufeisennase UNESCO Bürgerentscheid Umweltschützer Baumbesetzung

 

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