Dresden Berlin Hamburg München Frankfurt Köln Leipzig Düsseldorf Zur Startseite

Villa San Remo

Villa San Remo im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Gegenstand brauner und roter
Lügen um Dresdens Zerstörung

Dirigent des Todes. Der deutsch-amerikanische Kameraproduzent John Noble passte den Nazis schon hervorragend ins Konzept und den Kommunisten wenig später erst recht. Für die einen symbolisierte er den jüdischen und für die anderen den kapitalistischen Imperialismus. Daraus erwuchs nach dem 13.2.1945 die Legende, Noble habe in seiner Villa San Remo auf dem Weißen Hirsch das Zeichen zum Angriff auf die Stadt gegeben und die Bomber per Funk in ihr Ziel dirigiert. Was unter den Nazis zunächst nur reine Flüsterpropaganda war, erhob Sachsens erster kommunistischer Ministerpräsident, Max Seydewitz, 1955 in einem Buch offiziell zur unumstößlichen Wahrheit. In Wirklichkeit saßen die Nobels in der Nacht des 13. Februar im Luftschutzkeller wie 100.000 andere Dresdner. Doch für eine Rechtfertigung bekamen sie nie Gelegenheit. Stattdessen wurden sie enteignet, der Sohn für zehn Jahre nach Workuta verschleppt und der Vater nach Waldheim. Mitte der 90er Jahre versuchte der inzwischen 76- jährige Nobel jun. noch einmal einen Neuanfang mit seinen Kamerawerken in Dresden. Seine 180-Grad-Panorama-Kamera war zwar eine Weltneuheit, aber sie verkaufte sich nicht. 1997 musste er Konkurs anmelden.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

John Noble Max Seydewitz Workuta Kamerawerke

 

Entdeckertour Süd
(bitte auswählen)
Entdeckertour West
(bitte auswählen)
Entdeckertour Nord
(bitte auswählen)
Entdeckertour Ost
(bitte auswählen)
Speichern Sie diese Seite bei einem der folgenden Link-Netzwerke: