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Rathaus

Rathaus im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Demos und Gegendemos
an der Trümmerfrau

Mythisches Personal. Auch Dresden hat einen blank polierten Gold-Zeh, der Glück bringen oder Fremde wiederkehren lassen soll. Er gehört zu einem Bacchus vor dem Rathaus, der auf einem Esel reitet, der so drollig betrunken ist, dass ihm die Beine versagen. Ein zweiter Mythos krönt den Rathausturm – der Goldene Rathausmann. Mit 4,90 m Höhe, Schuhgröße 80 und 3,40 m Brustumfang soll er eigentlich Herkules darstellen, der sein Füllhorn über der Stadt ausgießt. Aber die Presse nimmt ihn gern sinnbildlich für Dresden selbst, so dass er in launigen Kommentaren immer wieder für alles Mögliche herhalten muss. Seit 1910 an seinem Platz, überstand er sogar die Bombennacht. Übereifrige Kommunisten wollten ihm später trotzdem den Garaus machen, weil sein segnender Arm sie zu sehr an den „deutschen Gruß“ erinnerte. Die dritte bedeutungsschwere „Heilige“ am Platz ist die Trümmerfrau vor der Goldenen Pforte. Als eines der wenigen Denkmäler, das die Leistung von Frauen nach dem Krieg würdigt, war sie seit jeher ein Politikum. Die SED präsentierte sich vor ihr als Antikriegspartei und die Rechten nutzen sie seit 1990, um alliierte Verbrechen anzuklagen. Bis heute treffen hier Demos und Gegendemos aufeinander.


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Bacchus Goldener Rathausmann Goldene Pforte

 

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