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Prager Straße

Prager Straße im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Zwischen den Kaufhäusern
ist immer noch viel Luft

Shoppen. Die Prager Straße ist heute die wichtigste Einkaufsmeile der Stadt mit dem gleichen Sexappeal wie ähnliche Konsum-Zonen in anderen Städten, nur dass hier mehr tschechisch gesprochen und weniger gebettelt wird. Nach ihrer Enttrümmerung in den 50er Jahren grasten auf der vormals pulsierenden Geschäftsstraße nur noch die Schafe. Erst 1968 beschloss die DDR-Regierung den Bau eines neuen Fußgängerboulevards zwischen Altstadt und Hauptbahnhof. Daraufhin entstand einer der verschwenderischsten Stadträume des Landes (80 m mal 700 m) und weltweit eines der größten geschlossenen Ensembles des sogenannten „international style“. Den neuen Boulevard säumten die zweitlängste Wohnscheibe Deutschlands, drei riesige Hotels, ein 1.000-Plätze-Kino und dazu Großgaststätten und Großläden. Anfang der 90er Jahre forderte Dresdens erster Stadtplaner den Abriss des Ensembles und nannte es ein „Gruselkabinett städtebaulicher Sünden“. Dagegen forderte eine Bürgerinitiative die Prager Straße wegen ihres „antibürgerlichen Utopiegehaltes“ unter Schutz zu stellen, am liebsten als Weltkulturerbe. Gesiegt hat die Vernunft. Die einst so maßlose Meile wurde durch Neubauten verengt, so dass sie heute eher wie ein Platz wirkt.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Einkaufsmeile Schafe Fußgängerboulevard international style

 

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