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Maria am Wasser

Maria am Wasser im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Kirche für Schiffer, Fischer
und böhmische Treidler

Schiffer und Bomätscher. Die Kirche Maria am Wasser entstand 1495 auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus direkt neben einer Elbfurt. Denn hier war das Wasser damals so flach, dass es für Pferdefuhrwerke passierbar war, aber auch so flach, dass die Schiffe jedes Mal entladen werden mussten, wenn sie weiter wollten. Der Halt bot sich an für eine Andacht. Und deshalb wurde die Kirche nicht nur von Schiffern und Fischern besucht, sondern auch von den Bomätschern. So hießen die menschlichen Zugtiere, die die Kähne in 20-Mann-Kolonnen unter eintönigen Gesängen an 500 Meter langen Seilen flussaufwärts schleppten. Die Sandsteingepflasterten Leinpfade sind heute noch überall zu sehen und das Wort „Bomätscher“ zeigt an, dass die meisten Treidler Tschechen waren, in deren Sprache ein ähnlich klingendes Wort für „Helfer“ steht. Diese „Helfer“ wurden mit der Einführung der Kettenschiffahrt 1869 überflüssig. Jetzt zogen sich die Schiffe mit Maschinenkraft an einer Kette selbst bergauf. Damit verwaiste die alte Schifferkirche und wurde zur einfachen Dorfkirche. Elbaufwärts ist die Erinnerung an die alten Flußgewerke in der Schifferfastnacht mit zünftigem Wett-Treideln bis heute lebendig geblieben.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Bomätscher Leinpfade Treidler Kettenschiffahrt Schifferfastnacht

 

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