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Lingner-Schloss

Lingner-Schloss im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Wohnsitz des erfolgreichen
Werbegenies und Odol-Königs

Multimillionär. Als Musiker in Paris gescheitert, ging für den 26jährigen Karl August Lingner auch in Dresden zunächst alles schief. Seine Senftöpfe, Lineale und Rückenkratzer, die er in einer Gartenlaube herstellte, wollte niemand. Doch dann löste Robert Kochs Entdeckung der Bakterien eine regelrechte Hygienehysterie aus. Das war Lingners Chance. 1893 füllte er ein frisches, leicht antiseptisches Mundwasser in eine auffällige Seitenhals-Flasche, kreierte den eingängigen Namen „Odol“, warb wie noch keiner vor ihm und war in wenigen Jahren Multimillionär. Daraufhin kaufte er 1906 die Villa Stockhausen, sponserte Hygiene-Einrichtungen, holte 1911 mit der internationalen Hygiene- Ausstellung 5 Mio. Gäste in die Stadt und stiftete das Hygiene-Museum. Den ersehnten Adelstitel bekam er trotzdem nicht. Sein Spaß an technischen Neuheiten und an jeder Art von Luxus, sowie sein Umgang mit Schauspielerinnen und Schwulen brachten ihn in Verruf. Ab 1957 wurde das Schloss vom „Klub der Intelligenz“ genutzt, mit dem die SED Künstler und Wissenschaftler umwarb. Nach langem Leerstand gründete sich 2002 ein Verein, der das Schloss saniert, gastronomisch bewirtschaftet und zu Veranstaltungen einlädt.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Karl August Lingner Robert Koch Odol Hygiene Klub der Intelligenz

 

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