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Kristall-Palast

Kristall-Palast im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Multiplex-Kino und Highlight
moderner Architektur

Heiß und luftig. „Wir wollen eine Architektur, die blutet, die erschöpft, die leuchtet, sticht und fetzt. Architektur muss brennen“, so das flammende Manifest des Wiener Künstlerduos Coop-Himmelblau. Für Dresden setzte es 1998 die Maßstäbe für den neuen Ufa-Palast, der eher einer Freiplastik als einem herkömmlichen Zweckbau gleicht. Das Großkino besteht aus zwei Teilen, einem unregelmäßigen Riesenkristall aus Glas und Stahl, der das Foyer beherbergt, und einem bunkerähnlichen Betonklotz mit riesigen „Fußabtretern“ vor den Fassaden für die acht Kinosäle. Ähnlich ungewöhnlich präsentiert sich das Gebäude von innen, denn die Architekten haben auf jede Flächengestaltung verzichtet. Der graue Beton und der offenliegende Baustahl zeigen ungeschönt alle Spuren ihrer Verarbeitung, bis hin zu den Bleistift- Notizen der Zimmerleute. Die Gäste reagieren sehr ambivalent auf diesen „Überfall“, die Älteren oft mit fröstelndem Befremden, viele Jüngere mit Begeisterung und die Fachleute mit Respekt. Für sie ist der Ufa-Palast der bedeutendste Dresdner Neubau nach 1990. Bei einem der nächsten Himmelblau-Projekte, der neuen BMW-Welt in München, sollte die Architektur übrigens nicht brennen, sondern fliegen.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Coop-Himmelblau Ufa-Palast BMW-Welt

 

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