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Goldner Reiter

Goldner Reiter im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) In Cäsaren-Pose: Der starke
August bricht nach Polen auf

Königliche Sehnsucht. August des Starke wollte jederzeit geliebt und bewundert werden, ohne mehr dafür zu tun, als sich möglichst raffiniert zu vergnügen. Das war seine größte Schwäche, aber auch der Antrieb für seine kulturellen Großtaten. Meist mochte er nicht einmal seine Frauen selbst erobern, sondern ließ das lieber andere erledigen, um sich, erst wenn sie „zubereitet“ waren, zu ihnen ins Bett zu legen. Im höfischen Alltag reichte sein Geld, um sich die Bewunderung seiner Umgebung mit Pracht und Prunk zu erkaufen. Nur in der Politik kam er damit nicht weit. Dort hätte es Zielstrebigkeit, statt launiger Genusssucht gebraucht, die ihn vieles anfangen und nur manches zu Ende bringen ließ. Die Krone von Polen bezahlte er mit dem Wohlstand seines Landes, mit einem unsinnigen Krieg und mit dem Verrat an der eigenen Kirche. Mit den Konflikten, die daraus entstanden, war er schon genauso überfordert, wie später sein noch untüchtigerer Sohn August II.. Beide führten Sachsen zwar zu einer hohen kulturellen Blüte, aber politisch ruinierten sie es. Denn überall, wo gehandelt werden musste, übernahm künftig das nüchterne und disziplinierte Preußen die Führung. Und das wurde teuer für Sachsen.


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Verrat Kirche Krieg Polen König

 

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