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Fürstenzug

Fürstenzug im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) 800 Jahre Wettin auf dem
weltgrößten Porzellanbild

Letzter Aufzug. Wie ein Gotteszeichen überstand ausgerechnet der Fürstenzug mit der 800jährigen Ahnenreihe der kriegsuntüchtigen Wettiner das Inferno vom 13.2.1945 fast unbeschadet, während rundherum alles in Schutt und Asche versank. Als der Fries drei Jahrzehnte später repariert wurde, mussten von den 24.000 Porzellanfliesen gerade einmal 700 ausgetauscht werden. Der Rest wurde nur gereinigt. Danach erstrahlte das größte Porzellan-Gemälde der Welt auf 102 Metern Länge wieder in alter Schönheit. Darauf reiten 35 Markgrafen, Kurfürsten und Könige, denen zu Fuß 58 Wissenschaftler, Künstler, Handwerker und Bauern folgen. Am Ende des Zuges läuft mit großem Hut der Schöpfer des Mammutwerkes, der Maler Wilhelm Walther, begleitet von zwei Helfern. Sieben Jahre brauchte er für das ursprüngliche Kratzputzbild von 1876, ohne dabei den letzten Wettiner, Friedrich August, schon berücksichtigen zu können, denn der war da noch ein Kind. Als König beauftragte dieser Friedrich August 1907 die Meißner Porzellanmanufaktur, das bröcklig werdende Putzbild auf haltbare Porzellanfliesen zu übertragen. Den Niedergang der Monarchie hielt das genauso wenig auf wie ähnliche Aufzüge in München und Berlin.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Porzellanfliesen Kratzputzbild Wilhelm Walther Porzellan-Gemälde

 

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