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Dreikönigskirche

Dreikönigskirche im Stadtspiel Dresden (Vorderseite) Der Tod macht die Musik und alle müssen mittanzen.

Trauerbart. Die 1739 erbaute Dreikönigskirche ist nur noch zum kleineren Teil eine Kirche. Ihr größerer Teil wurde beim Wiederaufbau der Ruine ab Mitte der 80er Jahre zum „Haus der Kirche“ für Tagungen und Seminare umgebaut. Sehenswert ist neben dem als Mahnmal konservierten, geborstenen Altar vor allem der 12 m lange Sandsteinfries „Totentanz“. Er zeigt 27 Figuren aus allen Ständen des Mittelalters, die alle dem Schalmeienspiel des Todes folgen müssen – vorne weg der Papst und der Kaiser und hinten die Weiber, Bauern und Bettler. Ohne Unterschied marschieren sie nach links, dorthin, wo in der Bildsprache der Zeit das Fegefeuer auf die Sünder wartet. Das Relief ist einer der letzten erhaltenen großen Totentänze, wie sie nach der Pest von 1347 üblich wurden, als in nur drei Jahren jeder dritte Europäer starb. Auftraggeber war Georg der Bärtige, der selbst neun seiner zehn Kinder und seine Frau zu Grabe trug. Sein Schmerz darüber war so groß, dass er sich den Bart nicht mehr schor. Seit 1534 hing der Fries über dem Georgentor und mahnte zur Demut. 1701 nahm August der Starke den Schlossbrand zum Anlass, sich der steinernen Mahnung zu entledigen und sie der Dreikönigskirche zu schenken.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Haus der Kirche Tagungen Seminare Totentanz Altar

 

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